Wohnen in den Niederlanden, arbeiten in Deutschland

“Im deutschen Krankenhaus fühlte ich mich sofort wohl. Die Aufgaben und die Hierarchie sind klar formuliert und das Gehalt ist auch voll in Ordnung. Vor drei Jahren bekam ich die Chance diesen Karrieresprung zu machen und ich habe es keinen Tag bereut. Anfangs musste ich viele Informationen sammeln, zum Beispiel wie ich mich gegen Krankenkosten versichere. Aber nun genieße ich die Vorteile. Ein Vorteil ist die Möglichkeit einen deutschen Arzt zu besuchen, wo ich nicht das eigene Risiko bezahlen muss, dass in den Niederlanden gilt. Es ist aber Schade, dass ich die Hypothekzinsen nicht mehr bei der niederländischen Steuerklärung geltend machen kann.“

Sytse Visser (44 Jahre), beschäftigt in Deutschland

 

Wenn Sie in Deutschland arbeiten, bezahlen Sie in Deutschland Lohnsteuer. Das gilt auch wenn Sie in den Niederlanden wohnen. Sie sind in diesem Fall auch in Deutschland sozialversichert. Das bedeutet jedoch nicht direkt, dass Sie all Ihre niederländischen Ansprüche verlieren. Einige Dinge sind in Deutschland ganz anders geregelt, andere bleiben gleich. Sollten Sie vollständig arbeitslos werden, beantragen Sie in beim UWV die werkloosheidsuitkering. Sie behalten trotzdem Ihre eigene Krankenkasse und können in Deutschland weiter zu Ihrem Hausarzt gehen.

Wenn Sie eine ergänzende Altersversorgung abschließen, ist ihre Altersrente mit der niederländischen Rente vergleichbar. Wenn sie Kinder haben, kann sich der Kindergeldanspruch erhöhen. Es gibt in manchen Fällen aber auch Nachteile. So kann die Möglichkeit eventuelle Hypothekenzinsen steuerlich abzusetzen verloren gehen.

Mittels dem rekentool auf der Website von Werken in Duitsland können Sie eine Indikation Ihres Nettolohns errechnen (nur in niederländischer Sprache). Einen deutschsprachigen Gehaltsrechner finden Sie auf www.nettolohn.de.