Deutschland stuft Nord- und Süd-Holland und Utrecht als Risikogebiete ein

17. September 2020

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat seit 16. September Teile der Niederlande als Risikogebiete eingestuft. Konkret handelt es sich um die Provinzen Nord- und Südholland und Utrecht.

In Deutschland gilt, dass sich Einreisende aus Risikogebieten grundsätzlich 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben müssen. Einzelheiten zur Umsetzung und Ausnahmen werden von den jeweiligen Ländern bestimmt. In NRW ist diese Verständigung in der Coronaeinreiseverordnung umgesetzt.

Was gilt bei Einreise aus Risikogebieten in NRW?

Das Land NRW hat auf seiner Corona-Infoseite umfassende Informationen zur Verfügung gestellt. Hier wird darauf hingewiesen, dass jeder, der aus einem Risikogebiet nach Nordrhein-Westfalen einreist, das zuständige Gesundheitsamt kontaktieren muss und auf den Aufenthalt in dem Risikogebiet hinweisen.

Ausnahmen von der allgemeinen 14-tägigen Quarantänepflicht gibt es demnach für bestimmte Personengruppen wie Grenzpendler oder für bestimmte Anlässe – wie dringend medizinische Behandlungen. Die Quarantäne-Regelung gilt außerdem nicht bei Durchreisen durch Nordrhein-Westfalen (ohne Übernachtung).

Weiter gilt die Quarantänepflicht nicht, wenn ein negativer Corona-Test vorliegt, der höchstens 48 Stunden vor der Einreise vorgenommen worden ist. Ein Test kann auch in Deutschland nachgeholt werden. Bis zum Vorliegen des Testergebnisses müssen jedoch die Quarantäneregeln eingehalten werden. Reiserückkehrer aus Risikogebieten können sich an vier Flughäfen in Nordrhein-Westfalen vor Ort derzeit kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Das Testergebnis kann in der Regel innerhalb von drei Tagen online eingesehen werden.

Verstöße gegen die Quarantäneregeln können mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro geahndet werden

Was gilt bei Einreise aus Risikogebieten in Niedersachsen?

Auch das Land Niedersachsen hat auf seiner Internetseite zahlreiche Informationen für Reiserückkehrer zusammengefasst.

Personen, die nach einem Aufenthalt in einem Risikogebiet nach Niedersachsen einreisen, sind verpflichtet sich 14 Tage in Quarantäne zu begeben und das zuständige Gesundheitsamt unverzüglich zu informieren. Ein Verstoß gegen diese Regelungen kann mit bis zu 25 000 € Strafe geahndet werden.

Ausnahmen für die Meldepflicht gelten für Personen, die keine Krankheitssymptome haben und nachweisen können, dass sie nicht mit dem SARS CoV-2 Virus infiziert sind. Ein ärztliches Zeugnis darüber darf höchstens 48 Stunden vor Einreise in die Bundesrepublik Deutschland vorgenommen worden sein.

Für Reisende, die aus einem Risikogebiet nach Niedersachsen eingereist sind und nicht über ein ärztliches Zeugnis verfügen, gilt die Quarantäne- und Meldepflicht.

Für Personen, die keine Krankheitssymptome aufweisen und sich weniger als 48 Stunden im Ausland aufgehalten haben, gilt die Quarantänepflicht nicht.

Was wenn Sie von Deutschland nach Südholland wollen?

Das Auswärtige Amt warnt aufgrund der Infektionslage derzeit vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Provinzen Utrecht, Nordholland (Noord-Holland) und Südholland (Zuid-Holland).

Die Corona-Einreiseverordnung in NRW ist vorerst bis 30. September gültig. Bitte beachten Sie, dass diese Informationen den Stand vom 17. September widerspiegeln. Aufgrund der Dynamik des Infektionsgeschehen können schnell neue Regelungen getroffen werden. Informieren Sie sich daher im Zweifel bei den zuständigen Behörden.

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