Test-Pflicht bei Einreise nach Niedersachsen

Menschen, die aus einem Risikogebiet kommen, müssen in Deutschland in der Regel eine 10-tägige Quarantäne einhalten, sich vor Einreise über ein Meldeportal anmelden und nun auch einen negativen Corona-Test vorlegen.

In Niedersachsen regelt eine Quarantäne-Verordnung, welche Menschen bei Einreise nach Niedersachsen unter die Quarantänepflicht fallen oder einen negativen Corona-Test vorweisen müssen. Eine neue Version dieser Verordnung ist seit dem 11.01.2021 in Kraft.

Grundsätzlich gilt weiterhin, dass Personen, die nach einem Aufenthalt in den Niederlanden nach Niedersachsen einreisen, verpflichtet sind, sich 10 Tage in Quarantäne zu begeben und das zuständige Gesundheitsamt digital unverzüglich zu informieren. Ein Verstoß gegen diese Regelungen kann mit bis zu 25.000 € Strafe geahndet werden. Zusätzlich muss nun ein negativer Corona-Test vorgelegt werden können, der höchstens 48 Stunden alt ist oder direkt nach der Einreise durchgeführt wurde. Das Testergebnis muss in deutscher, englischer oder französischer Sprache vorliegen und den Vorgaben des Robert-Koch Instituts genügen. Auch wenn ein negatives Testergebnis vorliegt, besteht weiterhin die Verpflichtung, die Quarantäne einzuhalten.

Verkürzung der Quarantäne

Mit einem zweiten, negativen Test nach fünf Tagen Quarantäne, kann die Quarantäne-Zeit verkürzt werden.

Ausnahmen von der Quarantäne-, Melde- und Testpflicht

In der Quarantäne-Verordnung, die seit dem 11. Januar in Kraft tritt, sind verschiedene Personenkreise bzw. verschiedene Reisegründe von der Quarantäne-, Melde- und Testpflicht ausgenommen. Wichtig ist bei allen Ausnahmen, dass die Hygiene- und Abstandsregeln beachtet werden. Zu den Ausnahmen zählen laut Website der niedersächsischen Landesregierung:

  • „Personen, die im Rahmen des sog. kleinen Grenzverkehrs reisen, und sich nicht länger als 24 Stunden im Risikogebiet aufhalten
  • Grenzpendler oder -gänger, die nachweislich zwingend notwendig berufs-, studien- oder ausbildungsbedingt in ein Risikogebiet einreisen bzw. aus einem Risikogebiet ausreisen. Diese müssen außerdem regelmäßig, mindestens einmal wöchentlich an ihren Wohnsitz zurückkehren und angemessene Schutz- und Hygienekonzepte einhalten. Die Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte sowie die zwingende Notwendigkeit der Dienstreise muss der Arbeitgeber, der Auftraggeber die Bildungseinrichtung bzw. die Ausbildungsstelle bescheinigen.
  • Durchreisende, solange diese das Gebiet der BRD auf schnellstem Weg wieder verlassen
  • Beschäftigte im Waren- und Gütertransport, Personentransport, für das Gesundheitswesen unabdingbare Personen sowie hochrangige Diplomaten, Vertreter von Parlamenten und Regierungen, die sich nicht länger als 72 Stunden im Risikogebiet aufgehalten und dabei angemessene Schutz- und Hygienemaßnahmen eigehalten haben“.

Meldepflicht

Zu beachten ist, dass Einreisende aus sogenannten Risikogebieten verpflichtet sind, sich vor der Einreise digital unter www.einreiseanmeldung.de anzumelden. Ausnahmen zur Anmeldepflicht gelten insbesondere für den ‚kleinen Grenzverkehr‘ – also bei einem Aufenthalt unter 24 Stunden.

Strenger Lockdown

Bereits seit dem 10.01.2021 gelten noch strengere Kontaktbeschränkungen als bisher. Private Zusammenkünfte sind dann nur noch mit den eigenen Haushaltsangehörigen sowie einer weiteren Person erlaubt. In Kommunen mit mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern kann der Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort eingeschränkt werden.

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