Krankmeldung

Die Krankmeldung beim Arbeitgeber erfolgt in den Niederlanden anders als in Deutschland, da der niederländische Arzt keinen Krankenschein ausstellen darf. Der Unterschied bei den Vorschriften ist unter anderem auf die Lohnfortzahlungs- und Wiedereingliederungspflichten des Arbeitgebers zurückzuführen.

Krankmeldeverfahren

Wenn Sie krank sind, rufen Sie zunächst Ihren niederländischen Arbeitgeber an und verabreden mit ihm die nächsten Schritte. Meistens schaltet der Arbeitgeber seinen Arbodienst (in etwa vergleichbar mit einem Betriebsarzt) ein, um Ihre Situation zu besprechen und Ihre Wiedereingliederung zu begleiten.

Es ist ratsam bei Krankheit zum deutschen Hausarzt zu gehen. Dieser stellt Ihnen einen Krankenschein aus, den Sie an Ihre deutsche aushelfende Krankenkasse schicken. Die Krankenkasse schickt die Krankmeldung dann an das UWV in den Niederlanden. Dies ist vor allen Dingen wichtig, wenn Sie krank sind und kein Arbeitsverhältnis (mehr) besteht. Sie erhalten in diesen Fällen keine Lohnfortzahlung Ihres ehemaligen Arbeitgebers, sondern Krankengeld vom UWV. Um den Anspruch auf Leistung festzustellen, benötigt das UWV die Krankmeldung.

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

Bekommen Sie eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung („gelber Schein“ / arbeidsongeschiktheidsverklaring) von Ihrem Hausarzt oder Facharzt? Reichen Sie diese dann bei Ihrem Arbeitgeber oder seinem Arbodienst ein. Wenn Sie statt der Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber Krankengeld vom UWV erhalten, reichen Sie die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung beim UWV ein. Geben Sie auf diesem Formular immer Ihre Burgerservicenummer (BSN) an.

Im untenstehenden Film wird Ihnen erläutert, wie die Vorschriften bei Krankheit sind, wenn Sie in Deutschland wohnen und in den Niederlanden arbeiten.

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