Homeoffice, Sozialversicherungen und Steuern

Steuerliche Folgen von Homeoffice/Heimarbeit:

Belgien, Deutschland und die Niederlande haben sich in der Frage der Besteuerung der Heimarbeitstage geeinigt. Eine Besteuerung dieser Tage im Beschäftigungsstaat bleibt (befristet) möglich, so dass sie unverändert bleiben kann.

Die Vereinbarungen zwischen den Niederlanden, Deutschland und Belgien finden Sie auf der Website des Belastingdienstes hier>> und des Föderalen Dienstes Finanzen hier>> und hier>>. Von deutscher Seite stellt hier das Bundesfinanzministerium Informationen bereit.

Zusätzlich hat der belgische FÖD Finanzen eine Liste mit FAQ über grenzüberschreitende Arbeit und das Corona-Virus veröffentlicht. Sie umfasst unter anderem Informationen zu Homeoffice, Entsendung und Beamtenregelungen.

Aktueller Sachstand zur Geltung der Vereinbarungen:

  • Update 5. April 2022: die Regelungen zwischen die Niederlande und Deutschland, Belgien und Deutschland und die Niederlande und Belgien sind bis zum 1. Juli 2022 verlängert worden. Eine weitere Verlängerung wird nicht stattfinden.
  • Update 29.März 2022: Die Regelungen zwischen die Niederlande und Deutschland und Belgien und Deutschland sind bis zum 1. Mai verlängert worden.
  • Update 12. Dezember 2021: Die Regelungen zwischen die Niederlande und Deutschland, Niederland und Belgien und Deutschland und Belgien sind bis zum 1. April 2022 verlängert worden.
  • Update 1. Dezember 2021: Die niederländische Regierung wird sich mit Belgien und Deutschland in Verbindung setzen, um das Abkommen über den 1. Januar 2022 hinaus zu verlängern. Sobald die Vereinbarungen endgültig sind, werden sie hier veröffentlicht.
  • Update 23. September 2021: Die Regelungen zwischen die Niederland und Belgien und die Niederlande und Deutschland sind bis zum 1. Januar 2022 verlängert worden.
  • Update 15. Juni 2021: Die Regelungen zwischen die Niederlande und Belgien und die Niederlande und Deutschland sind bis zum 1. Oktober 2021 verlängert worden.

Sozialversicherungen:

Im Rahmen der Corona-Maßnahmen hatte die EU die Regeln für die Sozialversicherung und die Arbeit von zu Hause aus angepasst. Die Ausnahmeregelung erlaubt es Angestellten, die normalerweise in einem anderen EU-Land arbeiten, wegen der Corona-Maßnahmen im Homeoffice sind, weiterhin in die Sozialversicherung des Landes zu fallen, in dem Sie beschäftigt sind. Diese Ausnahmeregelung läuft am 1. Juli ab. Um Beschäftigten und Betrieben Zeit zur Anpassung zu geben, wurde diese Homeoffice-Regelung um weitere sechs Monate bis zum 1. Januar 2023 verlängert.

Angestellte, die in ihrem Wohnland für einen ausländischen Arbeitgeber arbeiten, z.B. im Homeoffice, fallen normalerweise unter die Sozialversicherungsvorschriften des Wohnsitzlandes, wenn diese Arbeit 25 % oder mehr der Gesamtarbeitszeit ausmacht. Dies ist die wichtigste Regel, um festzustellen, in welchem Land man sozialversichert ist, wenn man in mehreren Ländern arbeitet. Ohne die Ausnahmeregelung würden diese Beschäftigten vom Sozialversicherungssystem des Arbeitslandes in das des Wohnlandes wechseln. Viele Betriebe und Beschäftigte haben dies noch nicht umgesetzt. Deshalb hat die EU beschlossen, die Homeoffice-Regelung um sechs Monate zu verlängern.

Die zuständige Behörde in Deutschland, die DVKA (Deutsche Verbindungsstelle Krankenkassen Ausland) hat diese neue Regelung auf ihrer Website veröffentlicht. Auch die SVB (Sozialversicherungsbank), die in den Niederlanden zuständig ist, informiert auf ihrer Website über die Verlängerung der Regelung bis zum 31.12.2022.

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