Niederländische Regierung ergänzt das dritte Corona-Hilfspaket

29. Oktober 2020

Die Ausbreitung des Coronavirus‘ und die aktuellen Maßnahmen haben einen großen Einfluss auf die Wirtschaft. Das niederländische Kabinett stellt zusätzliches Geld für Unternehmer zur Verfügung, die von den jüngsten Maßnahmen unverhältnismäßig stark betroffen sind. So erhält beispielsweise das Hotel- und Gaststättengewerbe einen einmaligen Zuschuss zu den aufgebauten und nun unbrauchbaren Lagerbeständen. Weitere Sektoren – darunter der Transportsektor – kommen ebenfalls für den „Tegemoetkoming Vaste Lasten“ (TVL) in Frage. Darüber hinaus wird die Regierung den Veranstaltungssektor unterstützen, der oft einen großen Teil seines Jahresumsatzes in den Sommermonaten erwirtschaftet.

Vorübergehende Ausweitung der TVL

Die Fixkostenentschädigung (Tegemoetkoming Vaste Lasten – TVL) soll Unternehmern helfen, die nun weniger Geld verdienen, ihre Fixkosten, wie z.B. Miete, zu bezahlen. Bisher war die TVL auf eine Reihe von Sektoren beschränkt, aber das Kabinett hat beschlossen, diese vorübergehend für alle Sektoren zu öffnen. Nicht nur direkt betroffene Unternehmen spüren die Folgen der staatlichen Maßnahmen, sondern auch Zulieferer, der Transportsektor und der Lebensmittelanbau. 140 Millionen Euro wurden für die vorübergehende Ausweitung der TVL reserviert. Unternehmen können ab Mitte November einen Antrag einreichen.

Zuschuss für Lager- und Anpassungskosten

Gastronomische Unternehmer haben Vorräte angelegt, die sie wegen der vorübergehenden Schließung nicht mehr nutzen können. Sie haben auch oft investiert, um im Winter coronasicher geöffnet bleiben zu können, zum Beispiel durch Abdeckung ihrer Terrasse. Zusätzlich zur TVL gewährt das Kabinett einen einmaligen Zuschuss zum Ausgleich dieser Kosten in Höhe von etwa 2,75 Prozent des Umsatzverlustes, d.h. durchschnittlich 2500 Euro. Unternehmer können den Zuschuss ab Mitte November über den TVL-Antrag beantragen. Für dieses Programm wurden 40 Millionen Euro reserviert.

Veranstaltungen

Aufgrund der Corona-Maßnahmen fanden viele Veranstaltungen, wie z.B. Musikfestivals und Jahrmärkte, nicht statt. Unternehmen und Zulieferer der Veranstaltungsbranche sind für ihren Umsatz weitgehend von den Sommermonaten abhängig. Diese Schwankung im Umsatz kann ein verzerrtes Bild bei der Berechnung der TVL verursachen. Das Kabinett wird eine einmalige Zusatzentschädigung auf der Grundlage der TVL-Gebühr für den Sommer vorschlagen. Es wird erwartet, dass 800 Veranstaltungsunternehmer im Durchschnitt rund 14.000 Euro erhalten werden. Hierfür ist ein Betrag von 11 Millionen Euro reserviert.

Weitere Informationen und eine vollständige Übersicht über alle Maßnahmen finden Sie auf der Website von der Rijksoverheid.

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