Studieren in den Niederlanden

Ein Gang ins westliche Nachbarland ist in den vergangenen Jahren für deutsche Studenten stets attraktiver geworden: Den Massenbetrieb, der häufig an deutschen Universitäten an der Tagesordnung war, trifft man bei einem Studium in den Niederlanden nicht an. Kleinere Gruppen, ein intensiveres Verhältnis zu den Dozenten und die gemeinsame lösungsorientierte Erörterung von Problemen prägen das Bild vom Studium in den Niederlanden. Zugleich gilt es zu beachten, dass die Niederlande andere soziale Regeln und Regelungen kennen, auf die sich deutsche Studenten einrichten müssen: Krankenversicherung und Alterssicherung spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Immatrikulationsverfahren der jeweiligen Universität bzw. Hochschule.
Hierzu wollen die Informationen einen ersten Überblick verschaffen.

Wer sich für ein Studium in den Niederlanden entscheidet, wird sich am Anfang mit einer Fülle von Fragen konfrontiert sehen. Um den Überblick nicht zu verlieren, ist es nützlich, sich eine erste Übersicht zu verschaffen. Genau zu diesem Zweck sind hier einige wegweisende Informationsangebote aufgeführt:

Über die Vergabe von Studienplätzen können beim Centraal Bureau Aanmelding en Plaatsing (eine Abteilung von DUO: Dienst Uitvoering Onderwijs) Informationen eingeholt werden. Da es je nach Studienfach und Studienort Abweichungen geben kann, ist eine Kontaktaufnahme und individuelle Beratung durch diese Organisation besonders zu empfehlen – Näheres unter: www.duo.nl

Weiterführende Hinweise für ausländische Studenten, die in den Niederlanden studieren wollen, enthält die Homepage von nuffic: www.nuffic.nl

Darüber, dass in den Niederlanden andere Abschlüsse als in Deutschland erworben werden, sollte von Anfang an Klarheit herrschen. Auch hierüber sollte eine Vorabinformation parallel zu den Niederlanden auch bei den zuständigen deutschen Behörden erfolgen (Anerkennungsfragen bzgl. der Abschlüsse vor allem bei in Deutschland reglementierten Berufen, bolognakonforme Studiengänge etc.). Überdies ist eine unterschiedliche Notenvergabepraxis bei deutschen und niederländischen Dozenten zu berücksichtigen – und auch die Umrechnungsmodalitäten einer niederländischen Note bei der Zulassung zu einem etwaigen Master‐Studium in Deutschland sollten vorab erfragt werden. Über die Abschlüsse sowie über deren Anerkennung im Heimatland informieren: http://www.s-bb.nl/, www.kmk.org und www.zav.de

Was in Deutschland Universitäten und Fachhochschulen sind, sind in den Niederlanden Universiteiten und Hogescholen. Ähnlich klingt nicht nur der Name, sondern die Ausrichtung ist ebenfalls vergleichbar: die wissenschaftliche Ausbildung findet an den Universiteiten statt, die berufsbezogene an den Hogescholen. Mehr Informationen zum Studium an niederländische Universitäten und Hogescholen.

 

Die ler(n)ende Euregio

Die Landesgrenzen verschwimmen. Immer mehr Menschen arbeiten, lernen und suchen Erholung jenseits der deutsch-niederländischen Grenze. Die Ler(n)ende Euregio ist ein Stimulans für die euregionale Ökonomie, die Bildung und den Arbeitsmarkt. Die Ler(n)ende Euregio ist ein niederländisch-deutscher Zusammenarbeitsverbund von berufsbildenden Schulen, Ausbildungsbetrieben und Behörden in den Euregios Rhein-Waal und Gronau-Enschede.

Ziel

Die Ler(n)ende Euregio treibt grenzüberschreitendes Lernen voran.

Euregionales Unterrichten von Schülern bildet dafür den Ausgangspunkt. Die Schüler machen Erfahrungen mit der Berufswelt, der Sprache und dem Bildungssystem des Nachbarlandes. Das geschieht durch Austausche, Projekte und Praktika. Auf diese Weise entfaltet sich den Schülern ein größerer Arbeitsmarkt. Die Betriebe ihrerseits können aus einem größeren Arbeitnehmerpotenzial schöpfen.

Euregionale Zusammenarbeit

Von niederländischer Seite beteiligen sich MBO-Einrichtungen der Provinzen Gelderland und Nord-Brabant an Ler(n)ende Euregio macht es! Am Projekt Lernen ohne Grenzen nimmt neben der Provinz Gelderland auch die Provinz Overijssel teil. In beiden Projekten partizipieren von deutscher Seite Berufskollegs aus dem Gebiet Münster, Duisburg und Düsseldorf.

Die Schulen arbeiten zusammen, um die euregionale Ausbildung zu fördern. Außerdem wird mit wichtigen Partnern aus Unternehmen und Behörden zusammengearbeitet, um den euregionalen Arbeitsmarkt zu stärken.

Zukünftig

Die Ler(n)ende Euregio entwickelt sich in den nächsten Jahren zu einem Wissens- und Expertenzentrum auf dem Gebiet der grenzüberschreitenden beruflichen Ausbildung.