Überbrückungshilfe für Unternehmen: Länger, einfacher und ausgeweitet

29. September 2020

Die Überbrückungshilfe für Unternehmen geht in die zweite Phase und umfasst vier Fördermonate von September bis Dezember 2020. Die ursprüngliche Überbrückungshilfe hatte eine Laufzeit von Juni bis August 2020, damit schloss sie an das Soforthilfeprogramm der Bundesregierung an.

Nur noch bis Mittwoch, 30. September 2020, können Anträge für die ursprüngliche Überbrückungshilfe gestellt werden; die Auszahlungsfrist dieser ersten Phase endet 30.11.2020.

Anträge für die zweite Phase können noch nicht gestellt werden; es wird erwartet, dass Anträge für diese Förderphase – September bis Dezember 2020 – ab Oktober gestellt werden können. Dabei werden mehr Unternehmer von der Förderung profitieren können, da die Zugangsbedingungen erleichtert und die Förderung ausgeweitet wurde.

NRW Überbrückungshilfe Plus

Neben der Überbrückungshilfe des Bundes verlängert die nordrheinwestfälische Landesregierung auch die „NRW Überbrückungshilfe Plus“. Hiermit kann ein Teil der Kosten des privaten Lebensunterhalts aus Landesmitteln gedeckt werden. Das Land NRW zahle entsprechend an Freiberufler, Soloselbstständige und im Unternehmen tätigen Inhaber von Einzelunternehmen sowie Personengesellschaften mit bis zu 50 Mitarbeitern bis Jahresende weiterhin den fiktiven Unternehmerlohn in Höhe von monatlich 1.000 Euro, so das NRW-Wirtschaftsministerium in einer Pressemeldung.

Weiter informiert das Land NRW: Im Vergleich zum bisherigen Überbrückungshilfeprogramm wird es insbesondere folgende Erleichterungen geben:

Antragsberechtigt sind künftig Antragsteller, die entweder

  • einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten
  • oder einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum

hatten.

  • Die Deckelungsbeträge in Höhe von 9.000 Euro bzw. 15.000 Euro für kleine und mittlere Unternehmen werden gestrichen.
  • Die Fördersätze werden erhöht. Erstattet werden fortan:
    • 90 Prozent der Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch (bisher 80 Prozent der Fixkosten),
    • 60 Prozent der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50 und 70 Prozent (bisher 50 Prozent der Fixkosten) und
    • 40 Prozent der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 30 Prozent (bisher bei mehr als 40 Prozent Umsatzeinbruch).
  • Die Personalkostenpauschale in Höhe von 10 Prozent der förderfähigen Kosten wird auf 20 Prozent erhöht.

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