Bürokratische und rechtliche Vorgaben für Mitarbeiterentsendungen innerhalb der Europäischen Union bereiten Unternehmen häufig Schwierigkeiten. Die Regelungen und Meldeportale unterscheiden sich je nach Zielland. Neben Meldepflichten sind auch arbeits-, steuer- und sozialversicherungsrechtliche Aspekte zu beachten. Zeitgleich nimmt durch zunehmende Internationalisierung die grenzüberschreitende Dienstleistungserbringung zu.
Daher bietet die IHK Aachen in einer Webinarreihe Unternehmen die Möglichkeit, sich allgemein über das Thema Entsendung und die jeweiligen Entsendevorschriften der Länder Belgien, Frankreich, Luxemburg und Niederlande zu informieren und mit Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen.
Den Anfang der Webinarreihe macht die AOK  Rheinland/Hamburg mit einer allgemeinen Einführung ins Thema sowie versicherungsrechtlichen Fragestellungen. Darauf folgen einzelne Länderwebinare, die die besonderen Bestimmungen des Ziellandes genauer betrachten.
Im Anschluss an die Vorträge der Expertinnen und Experten besteht jeweils die Möglichkeit, Fragen zu stellen und ins Gespräch zu kommen.
Eine Anmeldung kann sowohl für einzelne als auch mehrere Webinare erfolgen. Die Termine bauen nicht aufeinander auf. Aus organisatorischen Gründen ist eine separate Anmeldung für jeden Termin notwendig.
Weitere Informationen zu den Inhalten und Terminen finden Sie auf https://www.ihk.de/aachen/international/entsendung/entsendung-ins-ausland-belgien-frankreich-luxemburg-niederlande-6199608

[UPDATE: DIE BEWERBUNGSFRIST IST ABGELAUFEN]

 

Zum nächstmöglichen Zeitpunkt sucht der GrenzInfoPunkt Aachen-Eurode Verstärkung in Vollzeit für das Beratungsteam.

 

Wenn Sie sich sehr gut mit dem deutschen, belgischen oder niederländischen Sozialversicherungsrecht sowie der europäischen Koordinierungsvorschriften oder auch den jeweiligen Steuersystemen und Doppelbesteuerungsabkommen auskennen und idealerweise auch eine oder mehr der jeweiligen Sprachen sprechen, möchten wir Sie gerne kennenlernen!

 

Dazu bieten wir Ihnen außerdem:

 

Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 39 Stunden.

 

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

[UPDATE: DIE BEWERBUNGSFRIST IST ABGELAUFEN]

Am 14. Und 15. Dezember 2023 traf sich das GrenzNetz, um die Situation der Grenzgänger*innen an verschiedenen deutschen Nationalgrenzen zu besprechen, zu vergleichen und Lösungsansätze zu erarbeiten. Dieses Mal fand das Treffen in der Kaiserstadt Aachen statt. In weihnachtlicher Umgebung aber nicht ohne die nötige Ernsthaftigkeit, konnten die Teilnehmenden ihre zumeist juristischen Problemstellungen erörtern und vergleichen.

Deutschland ist ein Land mit vielen Nachbarn – und dadurch mit vielen verschiedenen Regelungen und Abkommen im Bereich der Steuer und der Sozialversicherung. Ohne die öffentlichen Beratungs- und Informationsstellen wäre ein funktionierender grenzüberschreitender Arbeitsmarkt kaum denkbar. Dies würde den Grenzregionen im nationalen (und internationalen) Wettbewerb um Fach- und Arbeitskräfte einen massiven Nachteil anheften und hätte dementsprechend katastrophale Folgen für die dort ansässige Wirtschaft. Regelmäßig sehen sich Bürgerinnen und Bürger sowie Betriebe, die grenzüberschreitend leben und arbeiten, immer noch mit sehr komplexen Herausforderungen konfrontiert, die nicht ohne Weiteres zu beantworten sind – oder schlichtweg nicht eindeutig geregelt.

An dieser Stelle helfen die Beratungs- und Informationsstellen für Grenzgänger*innen entlang der westdeutschen Grenzen von Dänemark bis zur Schweiz. Sie haben sich zum GrenzNetz zusammengeschlossen. Dieses Forum trifft sich zweimal jährlich und diskutiert aktuelle Fälle und akute Problemstellen. Bei Ihrem Treffen in Aachen standen als aktuelle Probleme unter anderem Themen wie die Regelungen für Home-Office oder Telearbeit im Nachbarland, Probleme mit der Familienversicherung, die durch Minijobs ausgelöst werden oder offene Fragen bei der Pflege von Angehörigen über Grenzen hinweg. Ganz aktuell und national relevant wurden hier auch Bereiche wie die immer noch problematische Anerkennung von ausländischen Berufs- und Bildungsabschlüssen diskutiert.

 

Die Informations- und Beratungsstellen sind auch einer der Schlüssel bei der Erarbeitung von Lösungen: Sie spiegeln die täglichen Erfahrungen an die Entscheidungsträger und sorgen so dafür, dass wiederkehrende Probleme auf der Ebene des grenzüberschreitenden Arbeitsmarktes schnell und nachhaltig behoben werden können.

Die fruchtbare Zusammenarbeit dieses Netzwerks wird auch in Zukunft fortgesetzt und verstetigt werden. Die Mitglieder sind sich einig, dass sowohl die grenzüberschreitende als auch die nationale Kommunikation unter den Beratungsstellen unabdingbar ist, um Hürden und Mobilitätshindernisse abzuschaffen und Europa auf dieser Ebene noch enger zusammenwachsen zu lassen.

Die Partner*innen des Grenznetz sind, neben den GrenzInfoPunkten Aachen-Eurode (für die Euregio Maas-Rhein), der Euregio Rhein-Maas-Nord und der EUREGIO (Gronau-Enschede), auch die Region Sønderjylland-Schleswig, die deutsch-französisch-schweizerische Oberrheinkonferenz aus der trinationalen Metropolregion Oberrhein (vertreten durch das INFOBEST-Netzwerk) sowie die Task Force Grenzgänger 2.0 der Großregion, zur der Frankreich, Luxemburg, Belgien und Deutschland gehören.

Viele, vor allem kleine und mittlere Betriebe, haben derzeit das Nachsehen: sie werden aktuell wohl am härtesten vom Fach- und Arbeitskräftemangel getroffen. Sie können nicht, wie die Big Player, mit zahllosen Anreizen locken. Hoffnungslos – oder doch nicht? Weit gefehlt! Zahlreiche Unternehmen wissen gar nicht um die Möglichkeiten, sich mit einfachen Mitteln attraktiv aufzustellen. Und an die Personalsuche im Nachbarland haben sie sich auch noch nicht gewagt. Zu kompliziert, zu weit weg. Tatsächlich?

Um diese Situation zu entspannen, um den Unternehmerinnen und Unternehmern in der Grenzregion an dieser Stelle unter die Arme zu greifen und Sicherheit zu geben, veranstaltete das Team Grenzarbeit Kerkrade gemeinsam mit dem GrenzInfoPunkt Aachen-Eurode (GIP) und weiteren Partnerinstitutionen am 21. November ein Unternehmerfrühstück im Eurode Business Center. In entspannter Atmosphäre konnten die Referent*innen die wichtigen und teils sehr komplexen Sachverhalte darlegen und gleich Rückfragen der Gäste beantworten.

Nach einer kurzen Vorstellung des Unternehmerverbandes MKB Limburg und der Charlemagne Grenzregion erklärte Denise Leenders (GIP) den Gästen Worauf es zu achten gilt, wenn sie Personal auf der anderen Seite der Grenze rekrutieren möchten. Dabei wurden neben grundsätzlichen Dingen wie „Wie läuft das mit den Steuern und der Sozialversicherung im grenzüberschreitenden Kontext?“ auch speziellere Themen, wie die aktuellen Regelungen für Telearbeit behandelt. Mit griffigen Beispielen aus der Praxis wurde den anwesenden schnell klar, worauf es ankommt. Bei aller Komplexität der Thematik, konnte die Beraterin aber schön verdeutlichen, dass Information und Vorbereitung der Schlüssel für einen reibungslosen Ablauf sind. Kurzum: Wenn man ein paar dinge beachtet, ist das ganze Thema gar nicht so kompliziert. Und die Beratungsteams der GrenzInfoPunkte sind jederzeit für alle Fragen offen.

Im Anschluss gab Marcus Yilmaz (Grenzarbeit) Einblicke in das Grenzüberschreitende Recruiting. Was ist den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auf der anderen Seite der Grenze wichtig? Wie suche ich überhaupt Personal auf der anderen Seite der Grenze und was muss ich dabei beachten?

Nun liegt es an den Teilnehmer*innen den nächsten Schritt zu gehen. Dabei können sie auf unsere Unterstützung zählen!

In den vergangenen Jahren haben die GrenzInfoPunkte (GIPs) ihre Zusammenarbeit entlang der deutsch-niederländisch-belgischen Grenzen intensiviert. Mit gebündelten Kräften können sie Ihre Informations- und Aufklärungsarbeit Betrieben und Beschäftigten zu den sehr komplexen Themen Steuer und Sozialversicherung im grenzüberschreitenden Leben und Arbeiten einem breiteren Publikum zugängig machen und die Qualität der Informationen sichern.

Einer der wichtigsten Geldgeber, die diese Zusammenarbeit ermöglichen, ist das Ministerie van Sociale Zaken en Werkgelegenheid (SZW), das niederländische Ministerium für Soziales und Beschäftigung. Am 7. November 2023 fand sich eine Delegation von Mitarbeiter*innen des Ministeriums in Maastricht zu einem Arbeitsbesuch ein. Hier konnten die drei GrenzInfoPunkte Aachen-Eurode, Maastricht und Rhein-Maas-Nord ihre bisherige Arbeit – und die des gesamten GIP-Netzwerks – vorstellen und zukünftige Entwicklungen und Vorstellungen mit dem Ministerium besprechen. Mit dabei waren auch Hans Dassen, Gemeente Maastricht und Vorsitzender der Steuerungsgruppe der GIPs, sowie Kees Mertens, Sociale Verzekeringsbank, um die Gäste willkommen zu heißen.

In den Gesprächen wurde schnell klar: Es wird auch in Zukunft unverzichtbar sein, die individuellen Situationen der Unternehmen und Grenzgänger*innen einzeln zu betrachten und zu bewerten, um so allen Kund*innen die passenden Informationen an die Hand zu geben. Die Situation in den Bereichen Steuern und Sozialversicherung ist „dermaßen komplex, dass Hilfesuchende die große Masse an wichtigen Informationen häufig gar nicht aufnehmen können“, hört man in der Abschlussrunde mehrfach. Besonders bei telefonischen Erstberatungen ist dies oft schwierig zu vermitteln.

Das stellten die Gäste auch in einem Rollenspiel fest: Ein „Ich hab‘ mal eben eine kleine Frage“ zieht in der Praxis oft einen großen Beratungsaufwand nach sich. Den Kund*innen sei zunächst gar nicht bewusst, auf was sie alles zu achten hätten. Deutlich wurde ebenso, dass der Ausbau der digitalen Angebote, den die GIPs allesamt verfolgen, unabdingbar ist, um den stetig steigenden Beratungszahlen und dem Aufwand für Informations- und Aufklärungsarbeit effizient gerecht zu werden.

Nach einem langen Tag in den Sälen des Maastrichter Rathauses verabschiedeten sich die Gäste mit einem großen Bündel an Informationen im Gepäck, welches ihnen dabei helfen wird, die Arbeitsweisen und nicht zuletzt die Wichtigkeit der GrenzInfoPunkte besser einschätzen zu können.

Am 4. und 5. Mai 2023 fand in Mönchengladbach die erste GrenzNetz-Tagung 2023 statt. Bei dieser juristisch geprägten Arbeitsgruppe werden aktuelle Probleme und Mobilitätshindernisse im grenzüberschreitenden Leben und Wirken diskutiert, mit der aktuellen Rechtsprechung verglichen, es werden die unterschiedlichen Erfahrungen und Best-Practise-Beispiele aus dem Tagesgeschäft ausgetauscht und gemeinsame Lösungsansätze erarbeitet. Zu den Mitgliedern des GrenzNetz gehören Spezialist*innen der verschiedenen Beratungsinstitutionen für Grenzgänger*innen entlang der westdeutschen Grenzen und weiterer Instanzen, die sich die Behebung von Mobilitätshindernissen zur Aufgabe gemacht haben.

Selbstverständlich stand auch das Thema Home-Office im Nachbarland auf dem Plan. Dies ist letztlich aber nicht das einzige brennende Problem, mit dem sich Grenzgänger*innen auseinandersetzen müssen. Ein großer Schwerpunkt des Treffens lag bei der Unfallversicherung und Arbeiten in der Europäischen Union. Als Gastreferenten waren hierzu Stefanie Klein und Thomas Auer von der Deutschen Verbindungsstelle Unfallversicherung – Ausland (DVUA) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV)

Die hervorragende Organisation durch den GrenzInfoPunkt rhein-maas-nord in Mönchengladbach umfasste zusätzlich zu den Fachthemen noch ein spannendes Rahmenprogramm, um den Teilnehmenden die eigene Region auch kulturell näher zu bringen.

 

Mit Grenzgänger*innen und Betrieben aus insgesamt sieben Ländern, von denen jedes seine eigenen Regelungen trifft, wird schnell ersichtlich, dass die gesamteuropäischen Lösungen an ihre Grenzen stoßen. Auch hier sind die Beratungsstellen der Schlüssel: Sie spiegeln die täglichen Erfahrungen an die Entscheidungsträger und sorgen so dafür, dass wiederkehrende Probleme auf der Ebene des grenzüberschreitenden Arbeitsmarktes schnell und nachhaltig behoben werden können.

Die fruchtbare Zusammenarbeit dieses Netzwerks wird auch in Zukunft fortgesetzt und verstetigt werden. Die Mitglieder sind sich einig, dass sowohl die grenzüberschreitende als auch die nationale Kommunikation unter den Beratungsstellen unabdingbar ist, um Hürden und Mobilitätshindernisse abzuschaffen und Europa auf dieser Ebene noch enger zusammenwachsen zu lassen.

Die Partner*innen des Grenznetz sind, neben den GrenzInfoPunkten Aachen-Eurode (für die Euregio Maas-Rhein), der Euregio Rhein-Maas-Nord und der EUREGIO (Gronau-Enschede), auch die Region Sønderjylland-Schleswig, die deutsch-französisch-schweizerische Oberrheinkonferenz aus der trinationalen Metropolregion Oberrhein (vertreten durch das INFOBEST-Netzwerk) sowie die Task Force Grenzgänger 2.0 der Großregion, zur der Frankreich, Luxemburg, Belgien und Deutschland gehören.

Gute Nachrichten für alle, die etwas länger brauchen:

Grenzgänger*innen mit ausländischen Einkünften haben noch bis zum 18. Oktober 2023 Zeit, um ihre belgische Steuererklärung für 2022 einzureichen. Voraussetzung hierfür ist, dass sie diese online über Tax-on-Web ausfüllen. Dieser Dienst kann über das belgische Finanzportal MyMinFin genutzt werden.

Zu den gesondert befristeten sogenannten spezifischen Einkünften zählen neben Einkünften aus dem Ausland übrigens auch Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit.

Achtung: Die Papiervariante muss weiter bis zum 30. Juni 2023 eingereicht sein.

 

Jeder kann die Steuererklärung in Belgien online einreichen

Eine Online-Steuererklärung ist laut belgischem Finanzministerium für jeden möglich, selbst wenn man eine Erklärung auf Papier erhalten hat.
Auch Vorschläge der vereinfachten Erklärung können online eingesehen und geändert werden.

 

Quelle: https://finanzen.belgium.be/de/privatpersonen/steuererklarung/erklarung/erklarung-einreichen#q1

Das Thema Home-Office im Nachbarland birgt viele Schwierigkeiten. Die meisten sind noch auch auf europäischer und politischer Ebene zu klären. Dabei ist noch unklar, wie zukünftige Regelungen aussehen könnten. Das verunsichert derzeit die Betriebe und Angestellten im Grenzland, denn eigentlich können und wollen beide Seiten nicht darauf verzichten.

Aus diesem Grund hat der GrenzInfoPunkt Aachen-Eurode am 8. März 2023 gemeinsam mit dem Eurode Business Center (EBC) ein Unternehmensfrühstück zum Thema veranstaltet. Hier waren alle im EBC ansässigen Betriebe, Selbstständigen und Angestellten eingeladen, sich informieren zu lassen – und sich zu vernetzen. Das Besondere daran: das EBC liegt genau auf der Grenze zwischen Deutschland und den Niederlanden und beherbergt daher Mieter*innen aus beiden Ländern, darunter Angestellte, Unternehmen und Selbstständige. Nicht zuletzt auch durch den neu eingerichteten Co-Working Space, der das grenzüberschreitende Arbeiten auf mobiler Ebene (also ohne ins Büro zu fahren) vereinfachen soll.

Bei dem trotz der schlechten Wetterverhältnisse gut besuchten Unternehmensfrühstück ging es hauptsächlich um die Veränderungen, die zu erwarten sind, wenn es keine neuen Regelungen gibt und der rechtliche Zustand von vor Corona wieder in Kraft tritt. „Dies ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht auszuschließen. Deshalb sollten sich die Betroffenen unbedingt gut informieren lassen“, bekräftigt Heike Xhonneux, die Leiterin des GrenzInfoPunkt Aachen Eurode.

Die Corona-Sonderregelungen für die Einkommensteuer sind bereits im letzten Jahr ausgelaufen. Seither muss die Einkommensteuer wieder dort bezahlt werden, wo auch tatsächlich gearbeitet wurde. Bei grenzüberschreitend Tätigen für das Home-Office also tatsächlich im Wohnland, für Bürotage im Arbeitgeberland. Zur Mitte dieses Jahres werden die Sonderkonditionen in Bezug auf die Sozialversicherung folgen. Hier fallen viele verschiedene Dinge hinein, dementsprechend unübersichtlich wird die Situation für die Betroffenen. Die Verhandlungen zwischen den einzelnen Staaten lauf hier bereits auf Hochtouren. Eine praxisnahe Lösung, wie sie beispielsweise zwischen Deutschland und Österreich oder Deutschland und Tschechien beschlossen wurde, ist für unsere Region jedoch noch nicht in Sicht. Sobald es hier neue Informationen gibt, erfahren Sie diese bei uns. In den sozialen Medien oder hier auf grenzinfo.eu.

Wie können wir die Belange der Grenzgänger*innen besser an die Politik herantragen? Wie können wir dafür sorgen, dass sie bei Entscheidungen in Zukunft nicht vergessen werden? Indem wir darüber reden!

Aus diesem Grund besuchte uns am 30. Januar 2023 die Bundestagsabgeordnete Catarina dos Santos, um sich vor Ort ein Bild der Situation zu machen. Nachdem zunächst die Strukturen und Wirkungsweisen des GrenzInfoPunkt vorgestellt wurden, wurde es konkret. Heike Xhonneux (Leiterin GrenzInfoPunkt) stand Rede und Antwort zu den Problembereichen der Grenzgänger*innen in der Euregio Maas-Rhein und darüber hinaus. Dabei ging es um Schwierigkeiten bei den Themen Steuern und Sozialversicherung, speziell aber auch um aktuelle Ungleichbehandlungen im Grenzgänger*innendasein z.B. beim Home-Office, bei Erwerbsminderung oder bestimmten Krankenzusatzversicherungen.

Der intensive Austausch machte deutlich, dass für Frau dos Santos die Grenzlage und ihre Probleme vollkommen präsent sind – auch in Ihrer Funktion im Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union. Für die Zukunft sagte sie dem GrenzInfoPunkt viel Rückendeckung zu – und damit auch den Grenzgänger*innen unserer Region und Euregio.“

#klartext

Kürzlich besuchte der ostbelgische Europaabgeordnete Pascal Arimont gemeinsam mit Marc Langohr den GrenzInfoPunkt Aachen-Eurode (GIP). Das geglückte Ziel war es, einen regelmäßigen Austausch zu initiieren, Synergien auszuloten und so die Belange der Grenzgänger*innen in der Euregio Maas-Rhein direkt an die europäische Politik spiegeln zu können.

Bei dem Treffen konnten sich die Politiker unmittelbar ein Bild von den momentanen Fragestellungen der Grenzgänger*innen zwischen Belgien und Deutschland machen, um aktuelle Bedarfe gleich an die entsprechenden Entscheidungsträger spiegeln zu können. Dabei ging es unter anderem um die Zukunft des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen Deutschland und Belgien – vor allem zum Thema Home-Office – und eine Verbesserung des Informationsflusses zwischen Behörden und Beratungsstellen. Im Gegenzug konnte der GrenzInfoPunkt in vielen Aspekten Fragen und Probleme ansprechen, die Arimont im Parlament und bei den entsprechenden Behörden klären lassen wird. Beide Seiten möchten diese Art von Treffen regelmäßig wiederholen. Die Folgetermine wurden bereits besprochen.
 

Der intensive Austausch und die aktive Unterstützung auf europapolitischer Ebene sind ein klarer Gewinn für alle Bürger*innen, die in mehreren Staaten leben und arbeiten. Gemeinsam arbeiten wir mit daran, den Standort Euregio Maas-Rhein wirtschaftsstark, lebenswert und widerstandsfähig in die Zukunft zu führen.