Plattform Arbeit/dsmarkt Euregio Rhein-Waal

Der GIPRW ist ein Projekt der Euregio Rhein-Waal (ERW) in Kleve und dort ansässig. Er ist einer der sechs Grenzinformationspunkte (GIP) im niederländisch-deutsch-belgischen Grenzgebiet. Hauptaufgabe ist die Beratung, Information und Unterstützung von Bürgern und Unternehmen in den Bereichen Wohnen, Studieren und Arbeiten auf der anderen Seite der Grenze. GIPRW wird durch das Förderprogramm INTERREG V A Deutschland-Nederland und eine Reihe von kofinanzierenden Organisationen ermöglicht, wobei die ERW Leadpartner im Projekt ist. Geografisches Arbeitsgebiet ist die Region der Euregio Rhein-Waal.

Plattform Arbeit/dsmarkt ERW

2018 ergriff die ERW die Initiative für einen grenzüberschreitenden Arbeitsmarktansatz, wobei die erfolgreiche Startkonferenz am 24. Januar 2019 ein wichtiger Meilenstein war. Während dieser Startkonferenz mit Vertretern von Arbeitgebern, Arbeitsvermittlungsorganisationen, Behörden und Bildungseinrichtungen aus sowohl Deutschland und den Niederlanden haben sich anwesende Parteien positiv geäußert zu einem gemeinsamen Ansatz für einen grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt. Zu diesem Zweck wird eine grenzüberschreitende Arbeitsmarktplattform errichtet. Dort sollen Hemmnisse des grenzüberschreitenden Arbeitsmarktes aufgedeckt, Ursachen ermittelt und gemeinsame Lösungen gefunden werden. Durch Ideen und Aktionen soll unbürokratisch der grenzüberschreitende Arbeitsmarkt stimuliert werden. Daraus können sich u.a. auch fortlaufend neue Themen und Aufgaben für den GIPRW ergeben.

Ziele der Plattform Arbeit/dsmarkt ERW

  • Entwicklung eines unbürokratischen, offenen und transparenten grenzüberschreitenden Arbeitsmarktes
  • Förderung eines einheitlichen Arbeitsmarktes in der ERW zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern aus der Region
  • Kurzfristige Perspektive: Welche Zielgruppen können wir jetzt grenzüberschreitend vermitteln um die Engpässe auf dem Arbeitsmarkt zu lösen?
  • Langfristige Perspektive: Wie können wir strukturell zusammenarbeiten um die Herausforderungen von morgen bewältigen zu können? Hierbei gilt die Aufmerksamkeit auch den Auszubildenden und Studierenden in dieser Region die nach Ihrem Abschluß im Nachbarland arbeiten können.
  • Strukturelle und ergebnisorientierte Zusammenarbeit an Themen wie zum Beispiele eine bessere und langfristige grenzüberschreitenden Arbeitsvermittlung.

Arbeitsweise der Arbeitsgruppen

Nach dem formellen Start der Arbeitsmarktplattform durch Unterzeichnung einer Absichtserklärung treffen sich die Kernpartner regelmäßig (vorgeschlagen wird zweimal jährlich). Basierend auf den Workshops, die 2018 mit verschiedenen Stakeholdern durchgeführt wurden, sowie auf den Workshops, die während der Startkonferenz gehalten wurden, sind eine Reihe von Handlungsfeldern und Voraussetzungen erarbeitet worden, die innerhalb der Arbeitsmarktplattform weiter entwickelt werden sollen.

Zu diesem Zweck werden innerhalb der Arbeitsmarktplattform mehrere Arbeitsgruppen gebildet, die Aktionspläne mit entsprechenden (SMART formulierten) Zielen und Zeitplänen erstellen. Diese Arbeitsgruppen werden von der ERW und einem externen Berater unterstützt.

Die von den Arbeitsgruppen erstellten Aktionspläne werden den Partnern der Arbeitsmarktplattform zur Genehmigung vorgelegt. Die wichtigsten Entscheidungspunkte sind:

  • Festlegung strategischer Ziele
  • Festlegung der Maßnahmen und beteiligten Akteure
  • Unterstützung der Umsetzung von Plänen (inkl. Arbeitskräfte und Ressourcen)
  • Überwachung der Ergebnisse von Arbeitsgruppen und möglichen Anpassungen
  • Erforderliche Unterstützungsmaßnahmen der Kernpartner (z. B. Lobbying nach Düsseldorf, Den Haag oder anderen zuständigen Behörden)
    Nach der Genehmigung durch die Partner der Arbeitsmarktplattform kann die Umsetzung der Aktionspläne beginnen.

Arbeitsgruppen

Beim Start der Arbeitsmarktplattform wurden drei wichtige Handlungsfelder definiert:

  • Grenzüberschreitende Arbeitsvermittlung
  • Kommunikation & Innovation
  • Bildungswesen

Pro Aktionsbereich wird eine Arbeitsgruppe gebildet, in der die Parteien strategische Ziele in konkrete Maßnahmen umsetzen. Die erste Aufgabe jeder Arbeitsgruppe besteht darin, einen Aktionsplan für jedes Handlungsfeld auszuarbeiten (siehe Anhang: Entwurf der 3 Aktionspläne).