Grenzübergreifende Arbeitsvermittlung geht an den Start

Partner eröffnen grenzüberschreitendes Informations- und Kompetenzzentrum „GrensWerk“ in Gronau.

Der Arbeitsmarkt in der Grenzregion zwischen den Niederlanden und Deutschland ist heute ein Stück weiter zusammengewachsen. In Gronau eröffnete die Agentur für Arbeit Coesfeld gemeinsam mit der Stadt Enschede, der Werkplein Twente, der UWV Werkbedrijf und der EUREGIO einen Standort für die grenzüberschreitende Arbeitsmarktberatung auf beiden Grenzseiten. Die „GrensWerk“ genannte Einrichtung unterstützt und berät sowohl Arbeitsuchende als auch Arbeitgeber und ist damit die erste dieser Art in der Region.

„Heute ist ein großer Tag für den Arbeitsmarkt in der Grenzregion. Mit Eröffnung des GrensWerk können wir nun die Vermittlung von Bewerbern und die Besetzung offener Arbeitsplätze auf beiden Seiten der Grenzen einfacher, effizienter und deutlich stärker betreiben, als es bislang möglich war“, freut sich der Leiter der Agentur für Arbeit Coesfeld, Johann Meiners, in seiner Ansprache zur Eröffnungsfeier. Vor 45 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Verbänden wurde die Kooperationsvereinbarung von den Beteiligten unterschrieben, die neuen Räume im Gebäude der Arbeitsagentur in Gronau eingeweiht und das Konzept des grenzüberschreitenden Informations- und Kompetenzzentrum „GrensWerk“ vorgestellt.

Für Patrick Welman, Beigeordneter der Stadt Enschede, ergeben sich damit wichtige neue Möglichkeiten für die Menschen in der Grenzregion: „Auf beiden Seiten der Grenze gibt es einen starken Arbeitsmarkt, der Fachkräfte benötigt. Eine Jobsuche über die Grenze hinaus, oder die Suche nach Mitarbeitern im Nachbarland, bietet daher für alle Beteiligten viele Chancen.“

Arbeitsmarktexperten von der deutschen und der niederländischen Seite sitzen ab sofort täglich in Gronau zusammen. Sie sind Mitarbeiter der Stadt Enschede, der EUREGIO, sowie der Agenturen für Arbeit Coesfeld, Nordhorn und Rheine. Ansprechbar sind sie für Arbeitgeber auf Personalsuche und Menschen, die einen Job in der Grenzregion möchten. „Unsere Mitarbeiter bringen das Wissen über den niederländischen Arbeitsmarkt mit, und die Experten aus Deutschland kennen die Situation in ihrer Region“, erklärt Onno van Veldhuizen, Bürgermeister der Stadt Enschede und fügt hinzu: „Diese Kompetenzen mischen wir im GrensWerk, so dass Arbeitgeber und Arbeitsuchende einen optimalen Überblick über die Möglichkeiten in der gesamten Grenzregion erhalten.“ Das GrensWerk bietet neben der Beratung zu den beruflichen Möglichkeiten auch umfangreiche Informationen, beispielsweise zu Fragen der Sozialversicherung.

Die Zusammenarbeit beider Nationen am Arbeitsmarkt ist nicht neu, wie Rob Welten, Vorsitzender der EUREGIO im Rahmen der Eröffnung betont: „Im Rahmen EURES konnten wir in den vergangenen Jahren bereits viel zum Thema grenzüberschreitende Arbeitsvermittlung bewegen. Die Einrichtung des GrensWerk als feste Institution mit der Bündelung der Kompetenzen von beiden Seiten der Grenze, ist hingegen jedoch einmalig. Mit dem GrensWerk heben wir die grenzüberschreitende Arbeitsvermittlung auf ein neues Niveau.“

Wer die Dienstleistungen des GrensWerk in Anspruch nehmen möchte, kann dies ab sofort am Standort der Arbeitsagentur in Gronau tun. Dies gilt für Arbeitgeber gleichermaßen wie für Arbeitsuchende. Die Berater stehen dort montags bis freitags zwischen 8.00 und 12.00 Uhr für Fragen zur Verfügung und beraten nach Terminvereinbarungen auch zu individuellen Zeiten.

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